- Biographie –
Musikalisch sozialisiert wurde DJ Respecta in den frühen 80ern durchs Radio mit David Rodigan, John Peel, sowie Sendungen wie „Soul Train“ und „Der Ball ist rund“…
Jahre später, von 1987 bis 1990, hatte Respecta seinen eigenen Plattenladen, “Bad Music“ in Hannover, der von Anfang an ein buntes Sortiment zu bieten hatte, von Soul, Reggae, Hip Hop und Elektro.
1988 startete Stephan Meyer seine DJ Karriere als DJ Respecta mit Erfolg. Über die Jahre hat Respecta mit vielen Künstlern der Szene, wie Guru (Gang Starr / Jazzmatazz) , Mousse T., Galliano, DJ Pierre, U Roy, Jungle Brothers, Grandmaster Flash, Boris Dlugosch, Deichkind, David Rodigan, Yellowman, Lee Perry, George Clinton, Mo’ Horizons, Inaya Davis, DJ Deep, Tom Novy, Roots Manuva dem Mojo Club DJ Team u.v.a. aufgelegt oder zusammengearbeitet.
Verantwortlich für sein Interesse am ernsthaften DJing war Grandmaster Flash. Breakbeats zu mixen, Soul und Funk mit elektronischen Beats zu unterlegen, druckvoll zu arrangieren, in neue Zusammenhänge zu transportieren und dabei den ursprünglichen Spirit zu erhalten, wurde auch sein Auftrag. Außerdem, inspiriert vom elektronischen Dancehall der späten 80er und frühen 90er um Prince Jammy’s und Steelie & Clevie, crossoverte er diesen neuen Musikstil mit Hip Hop und Soul und startete musikalische DJ Sets, wie es sie sonst nur im Umfeld von KRS One in N.Y. gab. Spätestens als ihn die schwarz-amerikanische Sängerin Inaya Davis nach N.Y. einlud und The Goats bei einem seiner DJ Sets staunend neben ihm standen, hatte er die Gewissheit: be a producer.
„Wenn man über 10 Jahre lang als Resident DJ jedes Wochenende engagiert & leidenschaftlich Platten mixt und Musikkultur verbreitet, ist es natürlich nahe liegend, den nächsten Schritt zu gehen, nämlich selbst zu produzieren“, und so geschah es dann auch.
1993 gründete Respecta mit befreundeten Produzenten und Musikern gleich zwei eigene Labels, eins für Elektro und House, eins für Hip Hop und Reggae.
1994 wurden dann die ersten Platten veröffentlicht, denen bis heute viele weitere folgten, teilweise mit hohen DCC - DDC & Platzierungen und hochkarätigen Gastmusikern. Dabei entstanden u.a. Remixes vom Soulfuric Label (USA) sowie unzählige Side Projekte. Respecta: „Unsere erste EP des Hip Hop Projekts “Da Bad Sounds“ enthielt schon 1994 eine explosive Mischung aus Ragga, Hip Hop und House. Wir verarbeiteten 1994 bereits den “Poco Riddim“, der heute die Grundlage für Reggaeton bildet, als Breakbeat in einem Hip Hop Track und formten den Sleng Teng Riddim zu einem House Track a´ la Bobby Kondors um“.
Von 1995 bis 1997 war Respecta dann als Geschäftsführer in einem Trend setzenden hannoverschen Club tätig. “Dort habe ich von musikalischer Ausrichtung, DJing, DJ-Booking, Live-Musik und Bandbetreuung bis Pressearbeit, und Promotion alles gemacht“.
Danach, von 1998 bis 2000, hat Stephan in einem Vinyl Import Plattenladen gearbeitet, bis er 2000 von WOM - Hannover abgeworben wurde, um die Dance - und Nu Jazz / Lounge - Abteilung auf Vordermann zu bringen.
Seit drei Jahren existiert Respectas & Jorges Radiosendung “Global Astro Liner“. Wie der Name schon sagt wird hier Musik global gehandelt, und so gelingt es, Tego Calderon aus Puerto Rico musikalisch neben Guru aus N.Y. zu stellen oder DJ Vadim aus England neben Jazzanova aus Berlin. Musik wird hier präsentiert wie im Club, Schwerpunkt ist das Zeitgemäße, Urbane, das Originelle und nicht der Ort, an dem Musik produziert wird. Deshalb gibt es auch Club Music aus Afrika neben Hip Hop aus den USA, GB oder Mexiko, Latin Grooves aus Brasilien & Japan neben Reggae aus Jamaica oder Puerto Rico, House aus New York und Nu Jazz aus Deutschland.
Respecta:
“ Die Wiege der Musik liegt für mich bis heute in Afrika und Südamerika. Dass Musiker in den Metropolen der Welt sich dieser Musikkultur, - leidenschaft und - kraft annehmen und bedienen, mit ihr experimentieren und sie in zeitgemäße elektronische Zusammenhänge bringen und damit am Leben erhalten, ist beachtlich. Dass Produzenten in den 80ern in der dritten Welt wie, in diesem Fall, auf Jamaika, bereits mit Elektronik experimentierten, legendäre zeitlose Rhythmen erschufen, und überhaupt erst den Begriff Dub in die Popwelt hineintrugen, während wir uns hierzulande kitschigen Elektro Pop von Depeche Mode anhören mussten, ist in mein Musikverständnis eingebrannt, und hat mich bereits damals sehr geprägt.
Innovation und Filtern der Musikflut auf das wirklich Interessante ist mein Stichwort: Afro, Soul, Jazz, Funk, Brazil, Reggae, Rocksteady, Dancehall, Hip Hop, Nu Jazz, House, Broken Beats, Drum & Bass, der weltweite Groove sind meine Zutaten.
Wenn Kenny Dope und Louie Vega von den Masters At Work plötzlich die heilige Bass Drum aus ihren House Beats herausnehmen und mit legendären Live Musikern wie Roy Ayers, Jocelyn Brown, George Benson oder Sergio Mendes, aus den Bereichen Jazz, Soul und Latin, plötzlich als Nu Yorican Soul Projekt auf Gilles Petersons Talkin’ Loud Label eine praktisch neue Musikrichtung namens Nu Jazz erschaffen und das Latin Element damit bis heute auf jeden Lounge Sampler der Welt zwingen, ist das nur eine interessante Geschichte von tausenden.
Auf genau auf dieser Art von Klischeebruch und Authentizität funktioniert auch das DJ Set von Respecta und das Produktionsduo Under Pressure um Respecta & Mr. Dirty D. “Wir machen unter unserem Under Pressure Club Projekt Nu Jazz, House, Hip Hop, Latin & Lounge, Soul und Dub“.
Die von Respecta zusammengestellten und gemixten Lounge Sampler Compilations “Miedzy Nami Cafe“ des gleichnamigen Cafes aus Warschau sind nur ein kleiner Teil des Universums.
- Watch Out 4 Our 4 Track EP, filip G & Respecta - "Passt Mal Auf"
featuring Junior Cat By End Of Mai 207 On Hitscope records
- Watch Out For Respecta's "Morgen Untergehn" riddim Driven By One Drop Compilation
- Watch Out For Respecta's Dancehall Murder Mixtapes Every Three Months
- Check Out Our Weekly Radio Show "Global Astro Liner" Online
- For Respecta Bookings, Link Up Here